13.12. – 22.12. Ko Yao Noi, Khaolak und Ko Phayam

Die Zeit in Krabi haben wir wieder mal genutzt um ein paar organisatorische Dinge zu erledigen. Da das Wetter eh verrückt spielte und wir ein sehr gemütliches Hostel gefunden hatten war das nicht so schlimm 🙂 Wir verlängerten unser Visum für Thailand, buchten Flüge nach Kambodscha und Singapur und organisierten uns erstmal ein Visum für Kambodscha. Also alles Sachen die wir bis jetzt vor uns her geschoben hatten… Als das erledigt war, konnten wir wieder entspannt weiterziehen.

Mit dem Speedboot ging es auf die Insel Ko Yao Noi um den Pauschaltouristen zu entgehen und mal zu sehen wie die einheimischen Fischer so leben. Natürlich mal wieder ohne eine Unterkunft im voraus zu buchen. Wir wurden also an der Pier mit 4 weiteren Rucksackreisenden rausgelassen und siehe da die 2 Schweizer Mädels und das Pärchen aus England hatten auch nix vorher gebucht. Somit hatten wir alle das selbe Problem und schnappten uns zusammen ein Pickup-Taxi, welches eigentlich nur aus nem Fahrerhaus und ner Ladefläche bestand. Dummerweise waren die ersten Bungalows die wir so fragten alle restlos ausgebucht. Nachdem wir die Insel nun schon halb umfahren hatten, sahen wir endlich Licht am Horizont. Es waren noch genau 3 Doppelbungalows frei und das sogar mit Meerblick. Na Geht doch 🙂 Somit war das erstmal geklärt…

Den restlichen Tag wollten wir eigentlich mit faulenzen am Strand verbringen, jedoch wurde daraus leider nix, denn es zogen pechschwarze Wolken auf. Plötzlich ging es ganz schnell und es setzte ein Platzregen und Sturm ein wie wir ihn noch nicht erlebt haben. Innerhalb von Sekunden gab es so kräftige Böen, dass wir gerade noch (fast) alles von der Veranda schnappen und uns in die Hütte retten konnten!!! Fenster zu und erstmal abwarten, bei der Bambushütte hatte man fast Angst, dass sie gleich mit wegfliegt… die Sachen die leider schon von der Veranda geweht wurden, fand Mike dann Gott sei dank hinter und unter der Hütte wieder… Nach 2 Stunden war alles vorbei und als wir uns wieder raus trauten sahen wir, dass die Ebbe eingesetzt hatte. Somit konnten wir noch eine Wattwanderung unternehmen.

Am darauffolgenden Tag war es mal wieder soweit, ein Motorroller musste her, um die Insel unsicher zu machen. Da hier fast jeden Tag ab dem frühen Nachmittag massive Wärmegewitter aufziehen haben wir unseren Tagesrythmus entsprechend angepasst und sind schon bei Zeiten auf den Beinen. Im Laufe des Vormittags hatten wir die Insel fast einmal umrundet und sind durch ziemlich entspannte Fischersiedlungen gekommen. Die Menschen hier leben fast ausschließlich von der Fischerei und dem Anbau von Kautschuk und Bananen. Es gibt auch nicht wirklich viele Straßen dort und die anderen Wege waren durch den Regen kaum befahrbar. Ab 14 Uhr wieder das gleiche Spiel: dicke Wolken, plötzlicher Sturm, Regen und nach einer Stunde Sonnenschein als wäre nix gewesen.

Unser weiterer Plan sah vor, dass wir uns die Westküste Richtung Myanmar weiterhangeln. Also sind wir am darauffolgenden Tag mit dem Speedboot zurück nach Phuket gefahren. Von dort wollten wir dann irgendwie weiter Richtung Khaolak. Auf dem Boot trafen wir nen total verpeilten Öko Amerikaner mit seiner Frau, der schon seit über 20 Jahren Thailand bereist und auf der Insel mal für 2 Jahre gelebt hat, als es da noch gar keine Touristen gab. Somit erhielten wir gleich ein paar Insiderinfos aus erster Hand :). Wir erzählten ihm von unserem Vorhaben und er meinte wir sollen folgendes machen: Einfach nach verlassen des Bootes an der Pier auf einen lokalen Bus aufspringen und dann am ersten Kreisverkehr wieder runter von dem Teil, einmal die Straße überqueren und auf den Langstreckenbus Richtung Ranong warten der dort wohl ein paar mal am Tag langgerollt kommt. Na gut dachten wir uns, das probieren wir doch einfach mal aus und siehe da es hat funktioniert und am Nachmittag waren wir in Khaolak, dem Ort der 2004 durch den Tsunami fast völlig zerstört wurde.

Und hier waren mal wieder Grundsatzentscheidung zu treffen. Was machen wir eigentlich die nächsten Tage? Wollen wir auf dir Similian oder Surin Inseln? Wie weit hoch wollen wir die Küste fahren? Etc. Nachdem wir die entsprechenden Infos eingeholt und nen starken Café intus hatten war alles klar. Wir bleiben 2 Nächte in Khaolak und fahren dann mit dem Bus nach Ranong um die Fähre auf die Insel Ko Phayam zu nehmen. Die Similian und Surin Inseln sollen wohl toll zum tauchen und schnorcheln sein, allerdings werden hierfür nur Tagestrips oder Touritouren angeboten und alles ist total überlaufen… da ja jeder da hin will. Gar nix für uns und auch zu teuer für unser Budget. Wir lassen den Tag mit ner Meeresfrüchte Nudelsuppe, Satéspießen mit Erdnusssauce und nem Bierchen ausklingen.

Am nächsten Tag geht’s mit dem Roller zum Khaolak Nationalpark. Echt schön, denn man kann direkt an der Küste durch nen Dschungel wandern und beendet die Wanderung an einem kleinen süßen Strand mit weißem Sand. Also erstmal baden und in der Sonne braten. Den Nachmittag verbrachten wir dann eher zufällig auf einem Muschel- und Korallenfriedhof, also einem Strand wo Massen davon angespült wurden. Ach war das entspannend einfach mit dem Blick Richtung Boden auf Entdeckungsreisen zu gehen… Soviel tolle Muscheln, Krabben und Einsiedlerkrebse… Das war ein ganz schönes Gewusel dort.

Nach einer 4 stündigen Busfahrt und 2 Stunden mit der Fähre sind wir nun auf Ko Phayam angekommen, einer kleinen Insel an der Grenze zu Myanmar. Hier gibt es wiedermal keine Autos und Strom nur bis 23uhr da dann der Generator ausgeschalten wird. Dafür gibt es ne Bambushütte am Strand, Wellenrauschen beim einschlafen und aufwachen, lecker Essen und Entspannung pur. Schon die Taxifahrt zur Unterkunft war abenteuerlich… es gibt ja keine Autos hier und unser Taxi war ein Motorroller!!! Mikes Riesenrucksack wurde vorn hinter den Lenker geklemmt und dann der Fahrer und Mike noch hinten drauf. Beim zweiten Roller kam dann Annika drauf, 2 Tagesrucksacke und natürlich auch der Fahrer… Und schon ging’s los über Stock und Stein. Nach 20 Minuten fielen wir völlig verkrampft an der Unterkunft vom Roller und bezogen auch gleich unsere kleine Hütte.

Unsere Behausung besteht nur aus Bambus und nem Strohdach, es sind überall Ritzen und Lücken und somit kann eigentlich alles was fleucht und kreucht ungehindert rein- und rauslaufen. Tja und somit durften wir am Abend auch ein „Tokeh Gecko“ Pärchen (Mike hat den Namen extra recherchiert ;-)) im Bad begrüßen. Was für ein Schock zumal die Viecher mindestens 30cm groß waren und genau so blöde aus der Wäsche guckten wie wir als sie uns sahen… Sie verschwanden dann auch ziemlich schnell nach draußen und ließen sich leider am nächsten Abend (wo Annika die Kamera schon im Anschlag hatte…) nicht mehr blicken. Ihre Rufe hören wir aber jede Nacht und es ist echt krass was man hier in der Dunkelheit alles so für Geräusche hört… Da will man gar nicht wissen was alles um und im Bungalow rumschleicht. Gut, dass wir unter unserem Moskitonetz sicher sind (oder uns zumindest in Sicherheit wähnen…)

Da am 21.12. ja die Welt untergehen sollte, fand am Strand ne entsprechende Party statt die wir uns nicht entgehen lassen wollten. Auf dem Weg dorthin sind wir bei Halbmond und einem wahnsinns Sternenhimmel Zeugen eines atemberaubenden Naturschauspiels geworden. Und zwar hat das Meer mit jeder sich brechenden Welle grün-blau geleuchtet (es sah aus wir ein Nordlicht) auf Grund des fluoreszierenden Planktons.

Nachdem die Welt nun doch nicht untergegangen war sind wir kurz nach Mitternacht nochmal ins Meer gesprungen und um uns herum hat es bei jeder Bewegung hell geschimmert. Echt irre!!!

Heute haben wir leider keine Fotos für euch 😉

Thailand

2 Comments Hinterlasse einen Kommentar

  1. Hallo Ihr Globetrotter,
    es ist immer wieder spannend und bereitet uns viel Freude Eure Reiseimpessionen zu verfolgen. Neid, Neid, Neid
    Wir wünschen Euch auf diesem Wege Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr.
    Vielen Dank noch einmal aus der Ferne und noch viele tolle Abenteuer. Freuen uns schon auf die nächsten Informationen.

    Wolfgang und Barbara aus dem verschneiten Klausdorf

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