01.01. – 13.01.2013 alles Roger in Kambodscha

Am 1.1.2013 landeten wir also in Phnom Penh der Hauptstadt von Kambodscha. Es erinnerte uns ein wenig an Indien… weniger gehupe aber leider genauso viel Müll! Das kuriose ist, hier bezahlt man in US Dollar oder in Riel der Landeswährung. 1 € sind ca. 5.000 Riel, da hat  man ne Menge Scheine im Portemonnaie 😉

Als erstes besuchten wir das Völkermord-Museum  Tuol Sleng und danach die Killing Fields von Choeung Ek. Das war schon ziemlich bedrückend was wir dort zu sehen bekamen und es ist doch echt erschreckend was Menschen anderen Menschen antun. Die roten Khmer haben zwischen 1975 und 1979 unter ihrem Führer Pol Pot insgesamt ca. 2 Millionen von 8 Millionen Kambodschanern umgebracht. Das alles nur, um ihre Vision von einem kommunistischen Bauernstaat zu etablieren.
Aber lest selbst:

http://de.wikipedia.org/wiki/Rote_Khmer

http://de.wikipedia.org/wiki/Choeung_Ek

Von Phnom Penh ging es mit dem Boot 7 Stunden lang den Tonle Sap Fluss hinauf und über den Tonle Sap See nach Siem Reap. Dieser See ist echt riesig  und uns kam es vor als würden wir über ein Meer fahren. Kein Wunder denn er ist auch der größte Süßwassersee Südostasiens. Überall entlang des Ufers haben die Menschen schwimmende Dörfer errichtet, da der Fluss und der See je nach Regen- oder Trockenzeit ihren Wasserstand verändern.

Siem Reap ist das Tor zur weltgrößten Tempelanlage Angkor, wobei Angkor Wat wohl der bekannteste Tempel ist. Dort verbrachten wir fast eine Woche um die Gegend unsicher zu machen. Da die verschiedenen Tempel sehr verstreut liegen haben wir uns einen Tuk Tuk Fahrer geschnappt der uns überall hingefahren hat. Wie sollte es anders sein, ist hier alles voll und ganz auf den Tourismus eingestellt und man entkommt kaum den Massen. Hin und wieder gelang es uns jedoch dem Trubel aus dem Weg zu gehen und in einer der tausendjährigen Ruinen einfach nur den Vögeln und den Rufen aus dem Dschungel zu lauschen.
Die Ruhe währte aber nur kurz und schon wurde wieder eine Gruppe inkl. Guide durch die Anlage geschleust.

Ach und natürlich flitzen auch eine Menge kleiner Kinder durch die Anlagen und versuchen krampfhaft den Touris irgendetwas für einen Dollar zu verkaufen. Dabei sind insbesondere die Mädchen echt hartnäckig aber irgendwie auch echt süß und charmant. Da konnte selbst der Mike als Verkäufer noch ne Menge lernen… 🙂

Um Land und Leute noch besser kennenzulernen haben wir uns Fahrräder ausgeliehen und sind durch die Dörfer zum See geradelt. Auf dem Rückweg machten wir halt in einer der lokalen Hängemattenbars und ließen uns eine frische Kokosnuss schmecken 😉 voll gemütlich! Über Mittag und Nachmittag hinweg chillt hier echt alles und jeder in der Hängematte… Bei der Hitze aber auch das Beste was man machen kann.

Zurück in Phnom Penh machten wir heute einen Tagesausflug, welcher sich im nachhinein als eine kleine Tortur entpuppte. Wir kamen auf die glorreiche Idee mit nem Tuk Tuk zum ca. 40km entfernten Phnom Tamao Wildlife Schutzgebiet zu fahren. Die Fahrt war die Hölle, denn die Straßen sind ne Katastrophe und bei manchen Schlaglöchern saßen wir etliche Sekunden in der Luft, ganz zu schweigen von dem Staub den wir die ganze Zeit einatmen durften. Leider versprach der Name mehr als uns dann dort erwartete. Einige Gehege waren viel zu klein für die armen Tiere und das gesamte Gelände war schon ziemlich heruntergekommen. Es fehlt wohl leider am Geld, um hier für die geretteten Tiere wirklich eine artgerechte Haltung zu gewährleisten. Danach besuchten wir den Tonle Bati See. Hier tummeln sich besonders am Wochenende die Einheimischen, um zu baden, zu picknicken und dem Trubel der Stadt zu entkommen.

Nach 2 Wochen verlassen wir das Land nun morgen Richtung Singapur.

Obwohl Kambodscha ein ziemlich armes Land ist, waren die Menschen immer sehr hilfsbereit und freundlich zu uns. Wirklich jeder hatte immer und überall ein Lächeln auf den Lippen. Sehr sympathisch 🙂

Kambodscha

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