30.11. – 3.12.2018 Tanz auf den Vulkanen
Unsere Reise führte uns nun in den Parc Natural de la Zona Volcànica de la Garrotxa. Vor rund 350 000 Jahren gab es hier die ersten Vulkanausbrüche und das ganze Gebiet ist mit Hügeln vulkanischen Ursprungs gesprenkelt. Es gibt hier heute noch gelegentlich leichte Erdbeben, doch der letzte Ausbruch der Vulkane war vor 11 500 Jahren… heute gelten sie alle als inaktiv, aber nicht erloschen.
Die meisten der 40 Vulkankrater schlummern unter dichten Wäldern, doch wurden in den 70er Jahren vermehrt Minen zum Abbau des vulkanischen Gesteins eröffnet. Die Minen wurden kurze Zeit später zum Schutz der Natur wieder geschlossen, doch man kann nun an einem Vulkan die einzelnen Lavaschichten in einem Einschnitt entdecken.
Diesen Vulkan mit dem Namen Volca del Croscat wollten wir als erstes auf einer Wanderung erkunden. Beim Frühstück hatten wir einen super Ausblick auf einige Heißluftballons, die bei Sonnenaufgang in den Himmel stiegen um die Vulkanlandschaft aus luftiger Höhe zu bestaunen.
Das Hinweisschild sagte eine Wanderung dauere ca. 30 Minuten… das ist doch ein Klacks dachten wir uns und liefen los. Leider zeigte das nächste Schild dann plötzlich 50 Minuten und die gesamte Wanderung dauerte bis zum Einschnitt dann 1,5 Stunden. Gut, wir hatten ja auch noch einen kleinen Wandersmann mit dabei 😉 der hat aber super durchgehalten. Nur auf dem Rückweg verließen ihn dann doch die Kräfte und Papa musste ihn auf die Schultern nehmen.
Der Weg hat sich aber wirklich gelohnt und wir konnten in dem Einschnitt die einzelnen Schichten des Vulkans erkennen und das Lavagestein untersuchen.







Am Nachmittag wollten wir nach Olot, dort soll es direkt an der Stadt einen Vulkan geben in dessen Krater man gehen kann. Der Weg sollte sehr leicht und auch für ein Kind machbar sein. Leider stießen wir hier in der Stadt mit unseren Wohnmobil an die Grenzen. Die Straßen wurden immer enger und enger und die Balkone kamen beängstigend nahe. Einmal mussten wir dann doch aus einer Gasse rückwärts wieder raus. Als wir am Parkplatz ankamen war natürlich alles voll, da es Samstag war und auch die Spanier gern wandern gehen. Entnervt traten wir den Rückweg an und fuhren zurück nach Santa Pau, wo wir auf einem kleinen Spaziergang noch die Altstadt erkundeten.





Eine Option hatten wir aber noch… Es gibt einen Vulkan, in dessen Krater man klettern kann. Hierbei gibt es auch noch eine Besonderheit, denn inmitten des Kraters steht eine kleine Kapelle. Da wollten wir natürlich gerne hin, waren aber nicht sicher ob Felix das mitmachen würde.
Am 1.Advent ging es früh morgens auf den Volca de Santa Margarida. Der Aufstieg war sehr steil, doch wir kämpften uns bis in den Krater vor und da stand die kleine Kapelle und sonst kein Mensch. Es war ein tolles Gefühl dort zu stehen in dem Wissen, dass dies mal ein aktiver Vulkan war und wir mitten drin standen. Dort unten war es eisekalt und alles war gefroren, die Sonne steht zu dieser Jahreszeit schon zu tief um den Weg in den Krater zu finden. Felix faszinierte am meisten das Echo, was dann natürlich ausführlich getestet werden musste 😂.









Diesmal schaffte Felix sogar den kompletten Rückweg allein und er war sichtlich stolz. Am Nachmittag verließen wir die Vulkane und fuhren nach Besalú. Doch es war Sonntag und noch dazu der 1. Advent. Die Stadt war dementsprechend ziemlich voll. So mussten wir etwas außerhalb an einer Wiese parken und machten erst einmal ein Mittagsschläfchen. Geweckt wurden wir durch ein Läuten von Glocken, wie auf einer Almwiese ☺️ als wir aus dem Fenster schauten waren wir umringt von einer Schaf- und Ziegenherde, die dort gerade Rast machte. Felix gefiel es sehr aus dem Fenster die Tierchen zu beobachten.

Dann schlenderten wir durch die mittelalterliche Stadt und konnten hier auch gleich einen spanischen Weihnachtsmarkt besuchen. Am Abend gab es dann noch Musik, heiße Maronen und ne Pizza für uns. Das hatten wir uns verdient 😊





Als nächstes geht es weiter zurück durch Frankreich, wenn wir überhaupt über die Grenze kommen 😬 Durch die Streiks und Proteste der „Gelbwesten“ waren am Wochenende kilometerlange Staus an den Übergängen…
Bis bald 👋🏻