25.6. – 8.7.2019 Stockholm und rundherum

Die Zeit vergeht, die Ereignisse überschlagen sich und man muss aufpassen, dass man sich nicht überrennen lässt von den eigenen Plänen und Erwartungen. Schweden ist ja schon auf der Landkarte so ein großes Land, aber in „echt“ kommt es uns unendlich vor. Wir stellen immer mehr fest, dass wir gut daran tun öfters mal inne zu halten und jeden Tag aufs neue zu entscheiden wo die Reise hingehen soll.

Der ursprüngliche Plan bis ans Nordkap zu fahren ist längst Geschichte, die Idee zumindest bis zum Polarkreis zu kommen ebenfalls und sogar der Abstecher nach Norwegen steht noch in den Sternen. Schweden hat einfach zu viel zu bieten und das wollen wir in vollen Zügen genießen.

Nachdem wir den Vätternsee verlassen hatten ging es grob Richtung Stockholm. Allerdings gab es auf dem Weg wieder einmal schöne Dinge, die es zu entdecken galt. So zum Beispiel das Freilichtmuseum in Linköping, wo sich Felix ein eigenes Seil drehen konnte und ewig mit uns durch die „Vergangenheit“ gestromert ist oder der Abstecher nach Julita Gård wo wir Petterson und Findus auf ihrem Hof trafen.

Die nächsten Tage verbrachten wir am See, wo Felix mit einem anderen Mädchen aus Deutschland Fische angelte. Die beiden waren voll im Moment und es war schön zu sehen, wie Kinder sich noch für etwas begeistern können.

Nun hatten wir nochmal die Natur genossen und fühlten uns gewappnet für die große Stadt Stockholm.

Zunächst ergatterten wir uns einen kostengünstigen 24h Parkplatz direkt an einer Metrostation, welchen wir dann direkt für 3 Nächte genutzt haben. Der Weg in die City war also optimal in 4 Haltestellen erreicht.

Irgendwie erinnerte uns Stockholm sehr an Hamburg. Das Wasser ist immer um einen herum und die Fähren gehören ganz selbstverständlich zum Nahverkehr dazu.

Wir schlenderten durch die Altstadt „Gamla Stan“, genossen eine leckere Fischsuppe, waren im historischen Museum, fuhren mit den diversen Fähren kreuz und quer durch die Stadt und die Schären und waren im weltbekannten Vasa Museum. Dieses ist echt beeindruckend, denn es beherbergt das im Jahre 1628 gesunkene SchlachtSchiff „Vasa“ mit zu 98% erhaltenen Originalteilen. Die Geschichte dazu ist etwas kurios, denn das Schiff ist auf seiner Jungfernfahrt nach nur 1.000 Metern Fahrt im Stockholmer Hafen aufgrund einer gravierenden Fehlkonstruktion gesunken. Man hat es 1961 geborgen und wieder vollständig restauriert. Der Anblick ist einfach gigantisch und solch eine Galeone wieder originalgetreu herzurichten ist auf der Welt einmalig. Für jeden von Euch, der einmal in Stockholm sein sollte ein absolutes Muss.

Was wir uns im Stockholmer Umland nicht entgehen lassen wollten, war der Stockholmer Schären Garten. Hier sind zigtausende Inseln durch die Eiszeit entstanden und das wollten wir uns näher anschauen. Gesagt, getan und wir fuhren mit der Fähre an unendlich vielen kleinen Inseln und Inselchen vorbei zu unserem eigentlichen Ziel der Insel Möja. Hier ticken die Uhren noch gaaaanz anders und besonders laaangsam 😉 Mit ausgeliehenen Rädern ging es auf Erkundungsreise über die Insel, bevor wir die letzte Fähre aufs Festland genommen haben.

Bis hierhin waren wir noch davon überzeugt unsere Reise immer weiter Richtung Polarkreis fortzusetzen. Also verließen wir Stockholm ohne klares Ziel. Einfach mal Richtung Norden war die Devise.

Gestrandet sind wir an einem der vielen schönen Seen, wo wir auf eine andere Reisefamilie aus Berlin trafen. Wir Eltern waren sofort auf einer Wellenlänge und die Kinder verstanden sich auch gleich prima und waren mit Matschepampe machen, Wasserläufer fangen, schnitzen und Playmobil spielen schwer beschäftigt. Wir blieben spontan länger und genossen es uns mit Gleichgesinnten auszutauschen. Aber auch die schönste Zeit geht mal zu Ende und Abschied nehmen ist immer schwer. Wir werden uns aber bestimmt wieder sehen, denn Berlin liegt ja quasi um die Ecke.

Lasst euch also überraschen wohin die Reise weiter geht.

Bis bald und liebe Grüße von uns aus 🇸🇪

Schweden

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