10.10.2012 Jaipur – the pink city

hello again…

Heute melden wir uns aus Jaipur mit einem kurzen Abriss der letzten Tage. Am Sonntag ging es für uns um 6 Uhr früh zum Bahnhof in Agra. Hier stiegen wir in den Zug nach Jaipur, der aber leider schon 13 Stunden aus Varanasi unterwegs war… Dementsprechend sah es drinnen aus und wir hatten noch 5 Stunden Fahrt vor uns. Dank unserer Platzreservierung (diesmal im klimatisierten Abteil) war die Fahrt aber sonst ganz angenehm. In Jaipur angekommen, schnappten wir uns ein Tuk-Tuk und ließen uns zum Hostel bringen. Das entpuppte sich als nettes und fast schon luxuriöses Domizil mit Zimmerservice 😉

Am Montag besichtigten wir den Stadtpalast und den Palast der Winde. Danach haben wir uns dann doch mal auf eine dieser Schlepper-Touren eingelassen. Ein Tuk-Tuk Fahrer bot uns für 70 indische Rupien ( ca. 1 Euro) an, die Stadt abseits der Touristenpfade zu entdecken. Da wir eh ein wenig pflastermüde waren, ließen wir uns darauf ein. Er fuhr mit uns zum Wasserpalast und anschließend zu einem Elefantenhaus (wo wir mit den Elefanten kuscheln konnten). Bis hierhin war ja noch alles toll… doch dann ging die Verkaufsshow auch schon los! Erst schleppte er uns zu einem Stoffhändler (das fand Annika ja noch wahnsinnig interessant 🙂 ), hier wurde uns das bedrucken der Stoffe mit Hilfe von Holzstempeln gezeigt. Alles war dort handgemachtsehr beeindruckend. Wir hätten uns auch alles schneidern lassen können, was das Herz begehrt und es wäre innerhalb von 2 Stunden in unser Hostel geliefert worden. Letztendlich verließen wir die riesigen Räumlichkeiten voller Tücher, Saris, Anzüge und so weiter nur mit einem Schal für Annika und einem auf Stoff gedruckten Elefanten. Doch das war noch nicht alles, es sollte weiter gehen zu einem Schmuckhändler, einer Töpferei, einer Teppichknüpferei und so weiter und so fort. Darauf hatten wir aber keinen Bock mehr und ließen uns zurück fahren.

Wieder am Ausgangspunkt angekommen, ließen wir uns durch die belebten Straßen treiben und lernten allerlei Leute kennen. Unter anderem zeigte uns ein netter älterer Herr einen versteckten Hindu Tempel. Als er erfuhr, dass wir Deutsche sind flippte er regelrecht aus. Annika wurde gleich dazu verdonnert seiner deutschen Flamme Eva aus Karlsruhe einen Liebesbrief auf deutsch zu schreiben. Gesagt, getan! Das war wirklich eine sehr lustige Erfahrung und wir hoffen, dass der Brief auch Eva gefällt 😉

Hier in Jaipur haben wir zum ersten Mal das Gefühl angekommen zu sein. Es ist zwar auch laut und dreckig, aber irgendwie entspannter als in Delhi und Agra.

Am Dienstag ging es ins ca. 15 km nördlich von Jaipur gelegene Amber. Dort besichtigten wir das Fort und kamen uns ein bißchen wie in China vor. Überall grüne Hügel und die Wehranlage sah aus wie die chinesische Mauer. Von dort ging es weiter zum Affentempel von Galtar. Hiervon hatten wir im Reiseführer gelesen und auch schon in Deutschland einen Bericht bei Arte gesehen. Da mussten wir natürlich hin. Doch der Tempel lag ziemlich abseits in den Bergen, somit gestaltete sich der Hinweg etwas abenteuerlich. Als wir die ersten Affenhorden sahen, wollten wir fast schon wieder umkehren aus Angst vor einem eventuellen Biss (Tollwut lässt grüßen!). Doch dann siegte die Neugier, also Augen zu und durch. Belohnt wurden wir mit einer alten verlassenen Tempelanlage die dem Affengott Hanuman gewidmet ist. Hier leben nur tausende Affen und einige Priester, die uns auch sogleich segneten (mit Punkt auf die Stirn, einem Armband und natürlich einer kleinen Spende von uns). Bei unserem Besuch dort haben wir festgestellt, dass wenn man die Affen nicht weiter beachtet, füttert oder reizt einem eigentlich nichts passieren kann.

Den heutigen Tag ließen wir ganz gemütlich angehen. Wir genossen vom Nagargarh Fort (Tiger Fort) einen tollen Ausblick über die Stadt bei einem kühlen Blonden. Am Abend ging es noch einmal zum Bahnhof, um unser Ticket für Jodhpur zu kaufen. Dort fahren wir dann am Freitag für 2-3 Tage hin.

Eine Auswahl an Bildern der letzten Tage findet Ihr unter „Indien Impressionen“.

Viel Spaß damit.

Annika und Mike

Indien

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