3.11. – 10.11.2018 von Barcelona nach Valencia / Cullera

Von Barcelona ging es nun weiter Richtung Süden auf einen Campingplatz zum Strom aufladen und Wäsche waschen. Das coole war die Lage direkt hinterm Flughafen, so dass wir die startenden Flieger vom Strand aus dabei bestaunen konnten wie sie empor stiegen, über unseren Köpfen aufs offene Meer abdrehten und im Himmel verschwanden. Insbesondere der Airbus A380 war schon ziemlich imposant so knapp über uns.

Nach knapp 2 Monaten Rumreiserei war es mal an der Zeit andere deutsche Familien mit ihren Kids zu treffen. ☺️ Bisher trafen wir lediglich auf Rentner die auf ihrem Weg ins Überwinterungsquartier waren oder spanische Kinder mit denen sich Felix leider nicht wirklich viel verständigen konnte… Über Facebook, WhatsApp & Co. haben wir schon ein paar Kontakte knüpfen können, so dass wir uns gezielt mit 2 Familien am Strand getroffen haben und 2 Tage miteinander verbrachten. Die Kinder haben einfach das getan, was sie am besten können nämlich spielen und wir Erwachsenen konnten in Ruhe quatschen und uns austauschen.

Da war z.B. eine 6-köpfige Familie aus Norddeutschland, welche ihre Kinder weder in den Kindergarten noch in die Schule schickt sondern selbst unterrichtet bzw. einfach den Kindern den Freiraum gibt selbst zu entscheiden was, wann und wie sie gern lernen möchten. Beeindruckend zu beobachten war, dass der Achtjährige Junge vollkommen selbstständig einen Fahrradreifen auseinander gebaut und geflickt hat, ohne jegliche Hilfe. Er hat sich einfach den ganzen Tag mit den Dingen beschäftigt, die ihn interessieren und somit mit Begeisterung etwas aus seiner Sicht sinnvolles gelernt. Ganz ehrlich, wie oft haben wir dieses Gefühl in der Schule gehabt?

Oder eine andere 4-köpfige Familie aus Österreich, welche ebenfalls Kitafrei unterwegs ist. Na da passt unser Felix ja rein, wie die Faust aufs Auge 😂

Generell ist der Weg von Spanien bis Portugal ein Pilgerpfad für Freilerner-Familien, welche die nächsten Monate im Süden überwintern werden und deren Kinder weder einen Kindergarten noch eine Schule besuchen. Sie sehen die Welt an sich als Schule an.

Nach diesen 2 Tagen haben sich unsere Wege erst mal wieder getrennt und jeder ist seinen persönlichen Zielen nachgegangen. Wir sind ins Delta de l‘Ebre gefahren um wieder etwas Dreisamkeit zu genießen. Dieses Delta ist nach dem Nildelta das zweitgrößte im Mittelmeerraum. Die Gegend hat uns sehr an die Camargue in Südfrankreich erinnert. Es gab wiedermal Flamingos zu bestaunen, aber auch eine Menge Mücken, welche uns ziemlich piesackten. Wir haben ein paar Radtouren durch die vielen Reisfelder unternommen und trafen auf einem Stellplatz noch auf eine 3-köpfige Freilerner-Familie aus Hannover. Diese hat in Deutschland alles aufgegeben, sich abgemeldet und alles was sie besitzen befindet sich im Wohnmobil. Die 3 sind nun Dauerreisende und wollen den Winter in Portugal verbringen. Wir haben uns sehr nett unterhalten und die Kinder haben mal wieder schön miteinander gespielt. Auf diesem Stellplatz, welcher mitten in der Pampa zwischen Teichen und Reisfeldern lag, haben wir dann noch am Abend ein gruseliges Naturschauspiel gehört. Ein Wels / Waller (die werden hier über 2,50m groß) hat sich wohl eine Ente geschnappt und das hat sich echt mal krass angehört wie die beiden miteinander gekämpft haben. Bei diesen bizarren Geräuschen wurde uns in der Dunkelheit gleich mal ganz anders 😬.

Langsam aber sicher treffen wir immer mehr interessante Menschen und vor allem Kinder zum Spielen für Felix. Wir sind gerade auf dem Weg nach Cullera südlich von Valencia, wo wir uns mit einer deutsch-spanischen Familie treffen wollen. Auf dem Weg dorthin haben wir gestern frei am Strand übernachtet und auf dem Spielplatz ein zwei Stunden Zeit mit einer spanischen Familie verbracht. Wir sind einfach spontan ins Gespräch gekommen und waren uns gleich sympathisch. Die 2 Männer und 2 Jungs haben Deutschland gegen Spanien gespielt und die Frauen haben gequatscht.

Wir halten euch auf dem laufenden, wie es uns in Cullera ergangen ist…

Spanien

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