11.11. – 21.11.2018 Cullera
Anderthalb Wochen haben wir hier unsere Zeit mit einer tollen 4-köpfigen Auswandererfamilie verbracht. Nun aber der Reihe nach: Als erstes war wiedermal ein Campingplatz fällig. Ihr wißt ja bereits warum!? Richtig: Wäsche waschen, Strom, WLAN für Backups und der ganze organisatorische Kram der nun mal so anfällt auf einer Reise.
Cullera hat eigentlich nur etwas über 20.000 Einwohner und ist somit ein beschauliches Städtchen aber im Sommer sieht das Ganze total anders aus. Denn dann schwillt die Stadt auf ca. 300.000 Menschen an. Insbesondere gut betuchte Spanier haben in den riesigen Betonburgen, welche die Strandpromenade säumen eine Zweitwohnung, welche sie im Sommer bevölkern. Auch das Medusa Sunbeach Festival, findet hier jeden Sommer am Strand statt und zieht tausende Raver an. Von den vielen Touristen ganz zu schweigen.
Somit bot sich uns ein bizarres Bild, denn die Stadt gleicht nun im Herbst einer Geisterstadt mit heruntergelassenen Jalousien, geschlossenen Cafés und Restaurants und einer menschenleeren Strandpromenade inkl. ein Strand ganz für uns allein. Einerseits ganz cool, andererseits auch ziemlich komisch.
Unser bester Kumpel, der Wettergott wollte auch wieder sein Unwesen treiben und schickte uns Regen, Regen, Regen, bisl Sonne (schnell alle raus), Regen, Gewitter, Starkregen etc.
Aber das war diesmal gar nicht so schlimm, denn wir hatten uns ja bei Ico, Niko und den 2 Kids mit eingenistet. Eine Auswandererfamilie, die alle Segel in Deutschland gestrichen hat und nun mit LKW und Tiny House bis Spanien gekommen ist und sich hier niederlassen will. Derzeit stehen sie mit ihrem Tiny House mitten im Industriegebiet und keinen interessiert es. Sie leben weitestgehend autark mit Gas und Solaranlage auf dem Dach. Scheint längere Zeit keine Sonne, dann bekommen sie Strom vom Nachbarn. In Deutschland leider undenkbar. Das Ordnungsamt wäre längst vor Ort gewesen und hätte aufgeräumt…
Wir waren alle gleich auf einer Wellenlänge und verstanden uns super. Unsere gemeinsame Zeit haben wir mit kochen, quatschen, essen, spielen, wandern, Spielplatzbesuchen, dem abernten von verlassenen Orangenplantagen etc. verbracht. Die Tage vergingen wie im Flug…
Gleichzeitig haben wir uns dazu entschieden, dass Cullera der südlichste Punkt unserer Reise sein wird und wir erstmal wieder langsam aber sicher nach Hause fahren werden. Warum? Nun es sind viele verschiedene Gründe aber der Hauptgrund ist das Wetter, welches schon auf der gesamten Reise sehr untypisch ist. So haben wir uns das nicht vorgestellt 🤨 Extrem viel Regen begleitet uns schon seit vielen Wochen sowohl in Frankreich als auch Spanien und das schlägt aufs Gemüt. Da freuen wir uns doch auf eine gemütliche Weihnachtszeit in Deutschland. Das bedeutet aber nicht das Ende unserer Reise, sondern nur eine zeitliche Unterbrechung. Es gibt noch soviel zu entdecken auf der Welt und mal gucken wo es nächstes Jahr hingeht.
Erst einmal wollen wir aber noch einige Veränderungen am Wohnmobil vornehmen, um noch flexibler und autarker unterwegs zu sein. Felix freut sich auch schon riesig auf sein zurückgelassenes Spielzeug 😂 und natürlich auf die Familie 😉















