21.11. – 29.11. Es geht ganz laaangsam zurück und wir hatten Glück im Unglück…

Der Abschied von der Tiny House Familie war schon etwas traurig insbesondere für Felix. Aber wir haben beschlossen, dass wir uns definitiv wieder sehen wollen. Wahrscheinlich schon nächstes Jahr. Wir hoffen, dass sie dann bereits ein kleines Stück Land gefunden haben wo sie sich niederlassen können und da werden wir die vier auf jeden Fall wieder besuchen!

Die nächsten 3-4 Tage verbrachten wir im Nationalpark Albufera südlich von Valencia mit Fahrrad fahren und Strand Spaziergängen sowie in Torrenostra auf einem Stellplatz direkt hinter den Dünen. Der Wettergott war uns dann doch mal gnädig und die Sonne schien.

Von hier fuhren wir auf einen schon bekannten Platz, wo wir uns mit den ersten FreilernerFamilien getroffen hatten. Hier trafen wir durch Zufall auf eine alleinreisende Mama und ihre 4-jährige Tochter aus Berlin. Wir verbrachten spontan 2 gemeinsame Tage und die Kids konnten ihrer Phantasie freien Lauf lassen. Am zweiten Tag war es zwar kühl, aber am Nachmittag schien die Sonne recht warm und wir sprangen alle spontan ins eiskalte Mittelmeer. Könnte ja für dieses Jahr das letzte Mal gewesen sein. In der Nacht zog ein sehr heftiger Sturm auf und wir fühlten uns wie auf einem schaukelnden Schiff.

Nach einer fast schlaflosen Nacht wollten wir dann am Morgen, als der Sturm sich etwas beruhigt hatte, weiter ins Landesinnere fahren. Leider hat uns dann auf der Schnellstraße plötzlich eine Windböe von der Seite erwischt. Diese war so heftig, dass wir in die Leitplanke gedrückt wurden und fast umgekippt wären. Es hat uns dermaßen ausgehebelt, dass wir „gefühlt“ nur noch auf den rechten Reifen unterwegs waren. Alles flog im Auto kreuz und quer, aber Mike konnte durch eine scheinbar intuitiv richtige Lenkbewegung das Wohnmobil wieder unter Kontrolle bringen. Wir verließen dann sofort die Straße und suchten uns eine sichere Ecke, um das weitere Wetter abzuwarten… und um uns erst einmal von dem Schock zu erholen.

Uns drei geht es gut und wir sind unverletzt! Das Wohnmobil hat an der Seite ein paar Kratzer, fährt aber eigentlich als ob nix wäre und die Versicherung ist auch schon informiert. Wir ließen unser rollendes Heim dann doch noch in einer Werkstatt auf der Hebebühne abchecken und können nun beruhigt weiter fahren – es ist alles in Ordnung. Es sind ja noch ein paar Kilometer bis nach Hause und da wollten wir lieber auf Nummer sicher gehen.

Sobald jetzt ein etwas stärkeres Lüftchen weht, werden wir uns einen sicheren Unterschlupf suchen und abwarten… so eine Schrankwand auf Rädern ist halt was ganz anderes als ein Pkw. Man muss sich sehr anpassen und auch mal „drei Gänge runter schalten“ und abwarten.

Weil wir nach dem Schrecken erst mal nicht mehr fahren wollten suchten wir uns am Abend als der Sturm vorbei war noch einen Campingplatz und trafen da auf ein Ehepaar aus dem Nachbardorf von Annikas Eltern. Natürlich kannten sie sich auch 😂 manchmal ist die Welt echt ein Dorf!

Jetzt sind wir auf dem Weg nach Olot und einem National Park mit erloschenen Vulkanen ganz in der Nähe von Andorra.

Liebe Grüße von uns 😊

Spanien

2 Comments Hinterlasse einen Kommentar

  1. Schön, dass es euch gut geht! Kommt gut und sicher nach Hause. Wir wünschen euch auf den verbleibenden Kilometern noch einige wunderbare Erfahrungen und liebevolle Kontakte.
    Lieben Gruß von Justine mit Familie

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